- Home
- Ansiedlungs Artikels
- Krankenversicherung
- Telefonanschluss, Internetanschluss usw...
- Eine Neues zu Hause, eine Neue Heimat
- Wie ist das mit Kindergeld?
- Neue Regeln für den Manitoba Führerschein
- Freier Weg fÜr die einwander ins landesinnere
- Informationen Über Impfungen die sie wissen Sollten
- Manitoba Opportunities Fund 2007/08
- Hockey - Kanadas Winterliche Leidenschaft
- IdentitÄtsdiebstahl
- Gesetzliche Artikel
- Star-7 Sachen
- Arbeitgeber Profiles
- Gemeindeprofil
- Pastoren Artikel
- Sonstiges
- Kinderecke
- Um das Haus
- Vom Leser
- Zum Abonnieren
- Reklamen / Advertise
- Über Die Zeitschrift
Sie brauchen Adobe Acroboat Reader, um die Datei lesen zu können.
Etwas für die SeeleMaria oder Marta?
|
|
|
|
![]() "Kannst Du nicht sehen, daß ich beschäftigt bin?” Biblische Betrachtung zum Nötigen und Wichtigen Text: Lukas 10,38-42 „Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Es gab viel zu tun - denn mit Jesus kamen seine Jünger - was konkret hieß: Haus säubern, Essen vorbereiten, Tisch decken und wie es Sitte war, wurden den Gästen die Füße gewaschen - in diesem Fall immerhin 26. Die meißten Frauen (auch noch heute) wußten und wissen genau, wieviel Arbeit hier auf einen zukommt - Arbeit, die oft wenig gewürdigt wird, die kaum einer sieht. Beide Schwestern Marta und Maria liebten Jesus, beide suchten seine Nähe - doch unterscheidet die Schwestern Grundlegendes. Marta, wahrscheinlich die ältere der beiden Schwestern, stand dem Haushalt wohl vor. Sie hatte den Einblick und den Überblick. Sie scheint stolz darauf gewesen zu sein, was sie alles schaffte - eine dieser „Superhausfrauen“ - nichts bleibt liegen, kein Staub, kein Teller, kein Spielzeug - jederzeit „clean“ und für den Fall eines Falles bereit - und wir lesen an dieser Stelle noch nicht einmal vom Ehemann, der ihr Druck macht. Der eigene Ehrgeiz also - doch auch der eigene Druck - sich selbst zu beweisen. Eine Frau erzählte mir, wie sehr sie es belastet, eine Schwiegermutter wie diese, zu haben - sie steht unter dem Druck, „so gut“ sein zu müssen, wie die Mutter ihres Mannes. „Ständig Druck“, sagt sie ... Maria scheint ganz anders, wie es häufig unter Geschwistern so ist. ... Sie war wohl niemand, die pünktlich auf die Sekunde um 6:00 Uhr p.m. das Abendessen servierte - wohl aber auch niemanden hungrig ließ. Vielleicht war es so, daß Marta, jedesmal, während sie durch das Haus eilte, um für alle Dinge zu sorgen (sorgen zu “müssen”) - Maria ruhig sitzen sah. Jeder von uns kann es nachfühlen, da kommen einem nicht nur fromme Gedanken, da kommt einem der Ärger hoch. “Maria packt nicht mit an - tut nicht, was notwendig ist,” so dachte Marta möglicherweise, “alles muß ich alleine machen.” Nachdem sie die Situation so lange ertragen hatte, kommt die Beschwerde direkt an Jesus gerichtet. (Vers 40 a) “Herr, kannst Du nicht sehen, daß ich beschäftigt bin?” Mit diesen Worten geht ein Bruch durch die bisherige Begebenheit. Eine Art von Bitterkeit schwingt in den Worten Martas mit: “ Maria kann hier sitzen, ich muß hier sorgen.” “Herr kannst Du nicht sehen, daß ich beschäftigt bin?” Dieser Satz, diese Frage ist meines Erachtens nach hochaktuell: “Ja, Herr kannst Du nicht sehen, daß ich beschäftigt bin? Ich habe im Moment den Kopf voll, Du weißt ja, die Gemeinde, die Familie, der Job, später, Herr später ...” “Herr - nicht jetzt - ich habe den Bau meines Hauses zu planen - und dann kann ich Dir damit dienen ..., wenn es fertig und perfekt ist.” “Herr, nicht jetzt, ich habe jetzt keine Zeit für ein längeres Gebet. Der Tag ist angefüllt mit Terminen, aber ich kann doch auch so für Dich ein gutes Zeugnis sein - dann, bis heute Abend, Herr. - “ “Herr, gerade jetzt habe ich keine Zeit, jemanden zu besuchen, der Hilfe nötig hätte - ich habe mit jemanden aus der Gemeinde über jemanden in der Gemeinde, zu telefonieren - um zu helfen natürlich.” Zeit für Beschwerden, Sorgen und Diskussionen mit Gott findet sich seltsamerweise immer - es fehlt nie daran, doch: STOP “Mensch, kannst Du nicht sehen, daß ICH (der Herr) beschäftigt bin?”, könnte der Herr zu unserem Schrecken sagen. Wie jämmerlich würde unsere Situation dann aussehen? Wir erwarten wie selbstverständlich, daß Gott da und nah ist - glauben wir tatsächlich, daß er nichts besseres zu tun hätte? Der zweite Teil der Beschwerde Martas hat mit der zwischenmenschlichen Beziehung zu tun (Vers 40 b): “Wenn ich hier nicht sitzen kann, dann soll Maria das auch nicht.” Die Arbeit soll hier und muß hier gemacht werden - also: “Erst die Arbeit und dann Du Herr.” Wir merken hier schon beim Lesen, daß etwas an Martas Priorität/ Reihenfolge nicht stimmt. Merken wir das auch an unserem eigenen Leben? Jesu Antwort ist unerwartet und verblüffend. Wir würden menschlich gesehen erwarten, daß Jesus an dieser Stelle die Arbeit gerecht aufteilen würde, denn er sieht wohl die Sorge und Mühe, die sich Marta hier macht und die es gibt (Vers 41 und Matth. 6,34). Doch Jesus spricht hier von einem Teil, daß weit über das bisherige Verstehen von Marta hinaus geht. “Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.” Marta wurde nicht etwa kritisiert, weil sie alles tat, um eine gute Gastgeberin zu sein - sondern, weil sie sich durch ihren Dienst vom eigendlichen - von Jesus - ablenken ließ. Sie war nicht von Dank erfüllt von der Gegenwart Jesu in ihrem Haus. Wo das Danken verstummt, kommen Denken, Leben und Handeln auf die schiefe Bahn. Exakt hier lag das Problem in Martas Gastfreundschaft. Wohlgemerkt spricht Jesus hier davon, daß Maria den besseren Teil hat - nicht davon, daß Maria besser als Marta sei. Eines ist immer wichtiger, als die notwendigen Dinge, die uns umgeben - unser Verhältnis zu unserem Gott, und genau darum geht es in dem besseren Teil, von dem Jesus hier spricht. “Gott zuerst” - klingt hoch fromm in den Gottesdiensten und Liedern, wie selbstverständlich - aber war das die Realität in dieser Woche in unserem Leben? “Herr - zuerst, bevor ich mit allen anderen über den Bau meines Hauses rede, möchte ich es mit Dir tun und planen, es soll Deiner Ehre dienen.” “Herr - zuerst will ich, trotz der Terminfülle heute, über alles, was ich geplant habe, mit Dir reden - es soll ein Tag zu Deiner Ehre werden ...” “Herr - zuerst möchte ich mit Deiner Hilfe denen dienen, die es nötig haben und nicht über sie, sondern mit ihnen reden, daß Dein Namen zur Ehre kommt.” Ernst Moderson sagte einmal: “Es kommt nicht darauf an, daß wir gute Tage haben bis an unser Ende, sondern daß aus unserem Leben etwas herauskommt zur Verherrlichung des Herrn.” Das ist der springende Punkt auch in dieser Geschichte und das ist wohl auch immer wieder der wunde Punkt in unserem Leben. In Matthäus 6,33 lesen wir den bekannten und wegweisenden Vers: “Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.” Oftmals trachten wir nach allen möglichen Dingen am Tag, in der Woche, im Monat, im Jahr, doch am wenigsten wohl, wenn wir es gestehen, nach dem Reich Gottes. Dabei gibt es hier nichts zu diskutieren - zuerst, steht hier - Gott zuerst, Gottes Willen zuerst, Gottes Reich zuerst, Gottes Ehre zuerst, zuerst ... Nachdem Jesus das Haus von Marta und Maria betreten hatte, war für Maria nichts wichtiger als der Herr - Jesus zuerst. Nachdem Jesus in unser Leben kam, sagten wir „Jesus zuerst“ - ist es noch so oder war es mal so? Kurz zusammengefaßt: Marta übersah, daß die Grundlage unseres Lebens, des Dienstes und der Treue, in der Anbetung Gottes liegt. Die Anbetung und Gemeinschaft mit Gott ist es, die unseren Dienst fruchtbar machen. Wenn Gott uns mißt, dann legt er das Maßband um unser Herz - nicht um unser Tageswerk und Erfolgsbilanz. Unser Wert ist nicht davon abzuleiten, wie leistungsfähig wir sind und was wir schaffen. Der Wert unseres Lebens liegt in der Liebe und Wertschätzung unseres Herrn. (ließ Joh. 3,16; Rö. 5,8; Eph. 2,4; 1.Joh. 3,1) Martin Luther sagte: „Für den Fall, daß der Heilige Geist anfängt in Dein Herz zu predigen, mit erleuchteten Gedanken, so gib Gott die Ehre und laß alle eigenen Überlegungen und Überzeugungen fahren.“ Ich bin sicher, daß Gott Wichtiges zu sagen hat - Mensch, nimm dir Zeit und hör zu. Tino Bruhn studierte Theologie und Socialwissenschaften und hält Seminare zu verschiedenen Themen, Bibelstunden und Prediger. |
|










