Der Mann in der Mitte oder – ganz anders müßte man leben
Die Zeit vergeht – gerade Jahresanfang – nun shon wieder Ostern – die tägliche Routine: Arbeit, Essen, Schlafen, schaffen, daß man vorankommt, daß man zu was kommt.
Ach ja – nicht zu vergessen – Kirche und manchmal sogar der Besuch einer Bibelstunde fallen ja auch noch an – wir sind so “busy” (beschäftigt) ...
Die Zeit vergeht – schon gemerkt, daß auch das Leben vergeht?
Nun schon wieder Ostern - zu Weihachten lasen wir die Weihnachtsgeschicte – zu Ostern lesen wir die Ostergeschichte – der Mann in der Mitte rückt wieder in den Blickpunkt, doch was ist das überhaupt mit der Ostergeschichte – müßten wir nicht eher vom Ostergeschehen reden?
Wie das so ist mit Geschichten, man liest, hört und vergißt meißt schnell wieder. Das ist, meiner Erfahrung und Beobachtung nach, bei uns Christen auch nicht anders mit der Ostergeschichte. Oft genug ist es nur noch eine Geschichte, die uns peinlich, unangenehm berührt am Karfreitag (weil es ja um Sünde geht) und die uns bei unserem Sonntagmorgenkirchenbesuch (manchmal Kirchenschlaf) mit dem Wort “Auferstehung” auch nicht mehr von der bequemen Kirchenbank reißt.
Das tatsächliche Ostergeschehen dagegen ist eine Herausforderung. Es fordert uns heraus. Wenn wir das glauben, was geschah – dann wird und muß es bestimmend in unserem Leben sein.
Der Mann in der Mitte – Jesus – der Mann, der so hilflos und von allen verlassen am Kreuz hängt – der Mann, dessen Leben zu Ende geht (lese nach in Matthäus Kap. 27) ist der Schlüssel zum wahren Leben. Das ist gegen jede menschliche Logik/Verstand und doch ist es bei genauerer Betrachtung genau so und vom gewohnten Geschehen der Welt völlig unterschiedlich. Die Welt verkauft und verheißt nach außen Lebensqualität und Leben – doch am Ende kommt der Tod dabei heraus und das ewige Getrenntsein von Gott.
Jesus dagegen leidet und stirbt am Kreuz – doch am Ende kommt das Leben dabei heraus. Der Sohn Gottes stirbt nicht für eine Sünde – er stirbt für Deine and meine Sünde, (lese nach in Joh.1, 29 u. Joh. 8, 30-36) und öffnet damit den Weg zur ewigen Gemeinschaft, zum Frieden mit Gott. Der ewige Gott bietet in Jesus seinem Sohn Vergebung an (lese nach in Joh. 3, 16) – nicht umsonst – es hat ihn seinen geliebten Sohn gekostet!
Wie oft schon haben wir das gehört – wie oft schon haben wir behauptet, das verstanden zu haben, das zu leben.
Doch, wenn wir es tastsächlich nicht nur mit den Ohren verstanden haben, sondern auch mit unserem Herzen – dann müßte es uns doch mehr auf die Knie zur tiefen Dankbarkeit und Anbetung treiben und nicht so viel zum Gezänk untereinander, über nicht heilsentscheidende Fragen und Kleinigkeiten.
Ganz anders müßten wir dann leben – ganz anders haben wir dann zu leben!
Klar ist – zum Ostergeschehen gehört nicht nur der Tod Jesu, sondern auch die Auferstehung Jesu. Wenn wir von der Auferstehung Jesu hören und reden, müßte eigentlich unser Herz jubeln – tut es das?
Wir reden von der Auferstehungshoffnung für uns durch die Auferstehung Jesu, aber wir tun uns so schwer damit, diese Hoffnung auszudrücken – auszuleben.
Viel zu oft zeigt sich keine oder kaum eine Regung in unseren Geschichtern, wenn wir von der Auferstehung reden – haben wir keine Hoffnung – ist keine Freude zu spüren, zu sehen – ganz anders müßte es sein...
In manchen Gemeinden und Kirchen sah ich, daß jemand einen anderen mit den Worten: "Der Herr ist auferstanden" begrüßte, und der andere ihm tatsächlich mit einem Ausdruck der Freude zurückgab: “Er ist wahrhaftig auferstanden”! Was für ein Zeugnis: Die Auferstehung – ein Grund zur Freude.
Wir dürfen Leben – Leben in der Gemeinschaft mit Gott.
Ganz anders können wir leben – jetzt – hier – heute.
Gesegnete Ostern
Tino Bruhn
Jeder ist herzlich Willkommen zur Deutschen Bibelstunde mit Tino Bruhn und Ben Pauls in der Winkler Bergthaler Mennonite Church (gegenüber von der Post in Winkler) jeden Mittwoch um 7 p.m.(19:00 Uhr), mit Kinderbetreuung in der Zeit während der Bibelstunde.