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Eine Neues zu Hause, eine Neue Heimat |
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Obwohl es meine persönliche Entscheidung war, in Kanada eine neue Heimat zu gründen, hing ich doch in gewisser Weise an meiner alten Heimat. Immer wieder zog ich Vergleiche zwischen der alten Heimat und meinem neuen zu Hause. Dennoch, und zu gleicher Zeit, drängte es mich vorwärts zu gehen, und irgendwann kam für mich ein Wendepunkt. Bewußt wandte ich mich mehr und mehr der neuen Welt zu. Ich begann mir Ziele zu setzen, kurzfristige und langfristige und das Vorwärtsgehen brachte Spaß. Mit der Zeit lernte ich, daß es in Kanada eine Freiheit gibt, die mir meine alte Heimat nicht ganz bieten konnte, so schön und lieb sie mir auch war. Ich begann die Schönheit meiner neuen Heimat mit all ihrem Reiz zu schätzen und zu wertachten. Das Vorwärtsgehen war nicht immer ohne Hindernisse oder Herausforderungen. Dann waren Familie, Freunde, Gemeinde und Gottes Wort tröstend und ermutigend. Der Vers “Weise mir Herr Deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mich bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte” (Ps. 86:11) zog sich wie ein Leitfaden durch die Jahre und gab mir Richtung und Ziel. Wenn ich nun zurück sehe, weiß ich, daß ich nicht mehr dieselbe bin, die ich war als ich zuerst hier ankam. Ich kann jetzt annehmen, das Gott mit mir einen Plan hatte und immer noch hat. Ich habe gelernt, daß das Leben manchmal von uns erwartet das alte und vertrauliche loszulassen, bevor wir das Neue ergreifen können. Ein bildliches Beispiel dafür war die Renovierung unserer alten Küche. Sie hatte uns gute Dienste geleistet, unsere alte Küche. In über dreißig Jahren hatte sie viel gesehen und miterlebt. In den langen Wintertagen war sie der Spielplatz unserer drei Kinder. Sie stand immer zur Verfügung die unzähligen Mahlzeiten in sich vorbereiten zu lassen. Wievielen Morgenandachten hatte sie beigewohnt, wieviele Gebete der Kinder gehört? Wieviel Lachen hatte sie vernommen, und wieviel stille Tränen wurden in ihr geweint? Sie war ein vertrautes, segenspendendes und herzerwärmendes Plätzchen, unsere Küche. Sie war eine kleine Welt für sich. Und dann kam die Zeit von ihr Abschied zu nehmen. Als die ersten Hammerschläge fielen und das Abbrechen began wollte ich es aufhalten. “Nicht so schnell” bat ich. “Unser Sohn war gerade ein Jahr als wir die Spülmaschine einbauten.” “Benötigen Sie ein wenig Zeit…?”fragte der große, starke Mann leise. Er hörte auf zu schlagen und abzubrechen. “Nein, nein, ich bin ja fertig, es ist schon gut, machen Sei nur weiter.” Ich ging in den Garten, richtete meinen Blick in den blauen Himmel und weinte. Ich nahm bewußt Abschied. Ich wollte ja eine neue Küche. Da wurde mir ganz plötzlich klar: Ich muß den Abbruch des Alten nicht nur erdulden sondern erwarten. Die Schönheit des Neuen bleibt oft verborgen, weil das Alte nicht Raum machen will. Alma Jabs ist Ehe- und Familie Therapeutin. Sie wohnt mit ihrem Mann in Winnipeg und spricht fließend Deutsch. Sie ist unter der Nummer (204) 275-1045 zu erreichen. |
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Es sind für mich nun schon einige Jahre vergangen, seitdem ich Kanada zu meinem neuen zu Hause, zu meiner neuen Heimat machte. Viele meiner ersten Erfahrungen in diesem neuen Land werden mir stets in Erinnerung bleiben. Unzählige Male haben sie mir dazu verholfen mich auszurichten auf das, was für mich wichtig und richtig war und ist. Recht bald nach meiner Ankunft wurde es mir klar, daß für mich das Erlernen der Englischen Sprache wichtig war. Ich kam als Erwachsene und hatte meinen Beruf in Deutschland als Wirtschaftsleiterin ausgeübt. Obwohl ich einige Vorkenntnisse in Englisch von zu Hause mitgebracht hatte, fand ich, daß mein Selbstbewußsein der Sprache wegen leicht ins Wanken geriet. So war es während meines ersten Versuchs alleine einkaufen zu gehen, daß ich mir vorkam wie ein Kind im Vorschulalter. Wohl etwas scheu fragte ich die Kassenbedienung im